DEUTSCHLEHRERVERBAND/MAROKKO/AMPAampaAMAPAampaAMPAampaAMPAampaAMPA
  Referenzrahmen für die Abiturprüfung im Fach DaF.in Marokko
 
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Referenzrahmen für die Abiturprüfung

im Fach Deutsch als 2. Fremdsprache

 

Einleitung

 

Die Abiturprüfung ist eine abschließende Prüfung, ein leistungsorientierter Test, der auf der Bewertung der Basisqualifikationen, Kompetenzen und Fertigkeiten basiert, die für den Deutschunterricht an den Sekundarschulen festgelegt sind. Diese Prüfung wird zentral erstellt und besteht aus drei Teilen:

 

  • dem Leseverstehen,
  • dem Wortschatz und den Strukturen und
  • dem Schriftlichen Ausdruck.

 

Sie strebt an, die Kommunikationsfähigkeit gemäß den Richtlinien (2007) zu testen. Bei der Prüfung dürfen keine Hilfsmittel verwendet werden: kein Wörterbuch, keine Grammatik und keine vorher vorbereiteten Notizen.

 

Dieser Referenzrahmen ist richtungsgebend bei der Erstellung und Bewertung der Abiturprüfung und ist für alle damit Betroffenen verbindlich.

 

Im Folgenden werden Form und Inhalt spezifiziert:

 

1. Rahmenrichtlinien

 

1.1. Lehrplanaufgliederung:

 

Fachrichtung

Lehrprogramm und Lehrbuch

Geltungsbereich

Literarische Fachrichtung

- Lehrprogramm und Richtlinien

  (2007)

- das vom Erziehungsministerium

   adoptierte Lehrbuch

Die Schüler sollen  die acht Lektionen bearbeitet haben. Themen, Wortschatz und Grammatik beziehen sich auf das bisher Gelernte.

Geisteswissenschaftliche Fachrichtung

- Lehrprogramm und Richtlinien

  (2007)

- das vom Erziehungsministerium

   adoptierte Lehrbuch

Die Schüler sollen  die sechs Lektionen bearbeitet haben. Themen, Wortschatz und Grammatik beziehen sich auf das bisher Gelernte.

Alle wissenschaftlichen und „originellen“ Fachrichtungen

- Lehrprogramm und Richtlinien

  (2007)

- das vom Erziehungsministerium

   adoptierte Lehrbuch

Die Schüler sollen  die sechs Lektionen bearbeitet haben. Themen, Wortschatz und Grammatik beziehen sich auf das bisher Gelernte.

 

 

 

 

1.2. Prüfungsdauer und Notengewicht:

 

Fachrichtung

Notengewicht

Prüfungsdauer in Std.

Literarische Fachrichtung

4

3

Geisteswissenschaftliche Fachrichtung

3

3

Alle wissenschaftlichen und „originellen“ Fachrichtungen

2

2

 

1.3. Gewichtung der Prüfungsteile:

 

Fachrichtung

Leseverstehen

Wortschatz und Strukturen

Schriftlicher Ausdruck

Literarische Fachrichtung

35%

40%

25%

Geisteswissenschaftliche Fachrichtung

35%

40%

25%

Alle wissenschaftlichen und „originellen“ Fachrichtungen

35%

40%

25%

 

2. Prüfungsteile

 

2.1. Leseverstehen:

 

Ziel dieses Prüfungsteiles ist festzustellen, ob der Schüler fähig ist, authentische Alltagstexte verschiedener Art selbstständig zu lesen und dem Leseziel entsprechend zu verstehen. Dabei geht es auf keinen Fall um das „Erkennen“, sondern um das „Verstehen“.

 

Man unterscheidet mehrere Stufen des Leseverstehens (z.B. globales, selektives und detailliertes Verstehen). In der Prüfung können mehrere Stufen des Verstehens ermessen werden.

 

Hier wird gemessen, ob der Schüler

·         das Wesen des Textes versteht und

·         seinen Gedankengang verstehen und ihm folgen kann,

·         die Schlüsselinformationen versteht (z.B. Personen, Zeit, Ort, Richtung, Menge…),

·         wichtige Informationen von unwichtigen trennen und die Ideen neu ordnen und auswerten kann,

·         Argumente für und gegen einen gegebenen Standpunkt versteht,

·         für ein gegebenes Auffassungsziel die notwendigen datenartigen Informationen suchen kann,

·         den Text seiner kommunikativen Funktion entsprechend ausführlich versteht,

·         die verschiedenen Lesestrategien verwenden kann (z.B. die Bedeutung unbekannter Wörter schlussfolgern),

·         die Tatsache von der Meinung, vom Detail und vom Beispiel und

·         die Ursache vom Effekt, von der Folge unterscheiden kann,

·         Schlussfolgerungen machen kann (informatorisch, erläuternd, propositional und pragmatisch),

·         den Referenten/Erzähler und

·         Markierungen und ihre Funktion im Text identifizieren kann,

·         den Gesichtspunkt und die Intention des Autors erkennen kann,

·         Textinformationen in ein Diagramm/Schaubild/in eine Tabelle… eintragen kann.

 

Die Lesetexte sind authentische Texte (manchmal gekürzt oder adaptiert), die die während der ganzen Sekundarstufe II behandelten Themen ansprechen und zum Zweck einer wahren Mitteilung entstanden sind (Curriculum 2007).

 

Sie können wegen ihrer Authentizität Wörter, Ausdrücke beinhalten, deren Kenntnis auf der gegebenen Prüfungsstufe nicht gefordert und deren Verständnis zur erfolgreichen Lösung der gegebenen Aufgabe keine nötige Voraussetzung ist. Ihr Schwierigkeitsgrad muss dem Niveau der Schüler gerecht sein. Sie müssen sowohl inhaltlich als auch sprachlich von klarer Struktur sein und thematisch den Lebenserfahrungen und dem Allgemeininteresse des Lebensalters entsprechen. Zum Textverständnis braucht der Schüler keine Kenntnisse, die über das allgemeine Bildungsniveau des Abiturs hinausgehen. Die Verständnisaufgaben müssen sich auf die Bildungsstandars und Kompetenzbereiche des Curriculums (2007) beziehen.

 

In der Prüfung können folgende Textsorten vorkommen:

·         funktionale Texte (z.B. Speisekarte, Fahrplan, Broschüre, Fernsehprogramm, Internetseiten, Kinoprogramm, Programme, Gebrauchsanweisung, Formulare, Katalog, Fahrschein…),

·         informativ-instruktive Texte (z.B.: Aufzeichnung, Mitteilung, Aufruf, Anzeige, Plakate, Buchempfehlung…),

·         informativ-deskriptive Texte,

·         argumentative Texte,

·         persönlicher/offizieller Brief,

·         Zeitungsartikel (z.B. Nachricht, Bericht, Reportage)

·         populärwissenschaftliche Texte aus allgemein bekannten Themenkreisen,

·         Märchen,

·         Biographien.

 

2.1.1. Textumfang:

 

Fachrichtung

Umfang

Literarische Fachrichtung

400-450 Wörter

Geisteswissenschaftliche Fachrichtung

350-400 Wörter

Alle wissenschaftlichen und „originellen“ Fachrichtungen

300-350 Wörter

 

2.1.2. Aufgabentypen:

 

In der Prüfung können folgende Aufgabentypen vorkommen:

·         Auswahlantworten,

·         Richtig/Falsch-Aufgaben mit Begründung,

·         Ergänzungsaufgaben,

·         Zuordnung (Titel und Text, Frage und Antwort, Person und Aussage usw.)

·         Ordnen von Bildern, Ereignissen, Argumenten in der richtigen Reihenfolge auf Grund des Textes,

·         Finden der Stelle eines aus dem Text herausgenommenen Satzes, Abschnittes,

·         Teile des Textes der Reihenfolge nach ordnen,

·         Ergänzen eines Lückentextes auf Grund des Textes,

·         kurze Antwort auf offene Fragen,

·         Zusammenfasssung,

·         Informationen übertragen/heraussuchen,

·         Anfertigen von Skizzen.

 

2.1.3. Aufgabenstellungen:

 

Die Aufgabenstellungen verständlich und eindeutig zu formulieren. Sie müssen dem Schüler die notwendigen Informationen geben, dürfen aber nicht dessen Antwort beeinflussen.

 

 

 

Beispiele:

 

  • Ist folgender Satz richtig oder falsch? Begründen Sie die Antwort aus dem Text.
  • Beantworten Sie folgende Frage (mit Ihren eigenen Worten).
  • Ergänzen Sie den folgenden Satz.
  • Ergänzen Sie die Lücken mit einem Wort/Ausdruck aus dem Text.
  • Finden Sie im Text Wörter/Ausdrücke, die dasselbe bedeuten.
  • Worauf beziehen sich die Wörter, die im Text unterstrichen sind?
  • Finden Sie im Text Ausdrücke oder Sätze, die Folgendes zeigen.
  • Ordnen Sie folgende Ideen den Textabschnitten zu.
  • In Welcher Reihenfolge kommen folgende Ideen im Text vor?
  • Was ist die Meinung/Einstellung/Absicht/Haltung des Autors?
  • Welche Antwort passt?
  • Geben Sie dem Text einen passenden Titel.
  • Welcher Titel passt zum Text am besten?
  • Sind Sie mit … einverstanden? Warum? Warum nicht?
  • usw.…

 

Der Test hat eine ungebundene Struktur, d.h. jeder der oben aufgezählten Aufgabentypen kann darin vorkommen. Um der Lehrprogrammdeckung willen müssen die Aufgaben außerdem klar, zuverlässig und variiert sein.

Der Schüler muss je nach Fachrichtung 3 bis 6 Aufgaben lösen, die insgesamt aus 6 bis 12 Fragen/Items bestehen. Diese letzteren müssen vermeiden, dass nur ein oder zwei der oben genannten Leistungsmerkmale getestet werden: Je mehr Merkmale geprüft werden, desto zuverlässiger ist die Bewertung.

Die Aufgabenstellungen werden in Deutsch geschrieben, ihr Sprachniveau ist aber niedriger als das zur Lösung nötige Sprachniveau. Wenn eine lexikalische Interferenz erscheinen könnte, muss auf die entsprechende Textstelle hingewiesen werden.

 

2.2. Wortschatz und Strukturen:

 

Dieser Prüfungsteil besteht aus drei Komponenten: Wortschatz, Grammatik und Satzkonstruktion. Ziel ist auszuwerten, ob der Schüler über verwendungshäufige lexikalische, grammatische, semantische und pragmatische Kenntnisse verfügt, die er intentions- und situationsangemessen anwenden kann und ihn zur selbstständigen Kommunikation befähigen.

 

Die Prüfung misst, ob der Schüler fähig ist,

·         grundsätzliche grammatische Konstruktionen und lexikalische Elemente in Sätze einzufügen,

·         grundsätzliche grammatische Konstruktionen und lexikalische Strukturen in einfachen Texten sprachlich genau zu gebrauchen und

·         die innere Satzstruktur zu erkennen.

 

Die Items und Aufgaben müssen realistisch und in einen geeigneten sprachlichen Zusammenhang integriert sein (Kontextualisierung).

 

In diesem Prüfungsteil werden Texte oder Textteile verwendet,

·         die authentisch oder in kleinem Maße adaptiert sind,

·         bei deren Auswahl die während der ganzen Sekundarstufe II behandelten Themen richtungsgebend sind,

·         die thematisch den Lebenserfahrungen und dem allgemeinen Interesse der Schüler entsprechen,

 

·         zu deren Verstehen man keine Kenntnisse braucht, die das allgemeine Abitur-Bildungsniveau überschreiten,

·         deren Schwierigkeitsgrad niedriger ist als der des Leseverständnisses und

·         die wegen ihrer Authentizität Wörter, Ausdrücke beinhalten können, deren Kenntnis auf der gegebenen Prüfungsstufe nicht verlangt wird und deren Verstehen zur erfolgreichen Lösung der gegebenen Aufgabe keine nötige Vorbedingung ist.

 

2.2.1. Wortschatz:

 

Er bezieht sich auf das bisher Gelernte und muss besonders die folgenden Bereiche ansprechen:

 

  • Kollokationen  (inhaltliche Kombinierbarkeit sprachlicher Einheiten miteinander/ gemeinsames Vorkommen verschiedener Inhalte in einer lexikalischen Einheit, z.B. dickes Buch, aber nicht dickes Haus),
  • Wortbildung,
  • Wortverbindungen (Einheit von mehreren Wörtern, die häufig oder stets zusammen gebraucht werden),
  • Wortdefinitionen,
  • Synonyme/Antonyme,
  • Redewendungen/idiomatische Ausdrücke,
  • Wortgebrauch,
  • Wortarten,
  • Wortfamilien (Gruppe von Wörtern, die sich aus ein und derselben sprachlichen Wurzel  entwickelt haben oder von ein und demselben Lexem/Kennwort herzuleiten sind),
  • Wortfelder (Gruppe von Wörtern, die inhaltlich eng benachbart bzw. sinnverwandt sind),
  • Präfixe und Suffixe und deren Bedeutung,
  • Präpositionalgefüge.

 

2.2.2. Grammatik:

 

Der Grammatikteil muss Einzelteile von den im letzten Bildungsjahr behandelten Strukturen einschließen (Lehrprogramm und Richtlinien 2007).

 

2.2.3. Satzkonstruktion:

 

Dieser Teil basiert auf der allgemeinen sprachlichen Kompetenz der Schüler und spricht folgende Bereiche an:

 

 

  • Satzgefüge/Satzverbindungen/Satzzusammenhang,
  • Wortstellung,
  • Definieren,
  • Ursache und Folge,
  • Zweck,
  • Hinzufügung,
  • Konzession (Einräumung),
  • Konsequenz,
  • Bedingung,
  • Einschränkung,
  • Kongruenz (formale Übereinstimmung von syntaktisch zusammengehörigen Satzgliedern in Person, Genus, Kasus und Numerus/inhaltlich sinnvolle Vereinbarkeit vom Verb mit anderen Satzgliedern),
  • Gegensatz,
  • Herstellen von räumlichen, zeitlichen und logischen Beziehungen,
  • Formulieren von Handlungsperspektiven.

2.2.4. Aufgabentypen:

 

In der Prüfung können folgende Aufgaben vorkommen:

 

·         Ergänzen von Lücken in Sätzen oder Texten,

·         Multiple-Choice-Aufgaben,

·         Korrektur der Form,

·         Transformationsaufgeben,

·         Umformulierung,

·         Satzergänzung,

·         Satzbildung,

·         Zuordnungsaufgaben,

·         Einsetzübungen,

·         Frage-Antwort,

·         Richtig-Falsch-Aufgaben,

·         Wortdefinitionen,

·         Klassifizierung/Kategorisierung,

·         Anordnen von Synonymen/Antonymen,

·         Identifizieren der Stelle des aus einem Text herausgenommenen Satzteiles mit Hilfe von Textkohäsion (innerer Zusammenhalt) und Textkohärenz (logischer Zusammenhang),

·         Ergänzen eines Lückentextes selbstständig oder aus den im Voraus angegebenen Wörtern,

·         Einfügen gegebener, weitergebildeter Wörter und/oder deren konjugierter oder deklinierter Form in den Text,

·        

 

2.2.5. Aufgabenstellungen:

 

Die Aufgabenstellungen verständlich und eindeutig zu formulieren. Sie müssen dem Schüler die notwendigen Informationen geben, dürfen aber nicht dessen Antwort beeinflussen.

 

Beispiele:

 

·         Setzen Sie die Verben in die richtige Zeitform ein.

·         Schreiben Sie den Satz/die Sätze/den Text in der richtigen Zeitform neu.

·         Ergänzen Sie die Lücke(n) mit dem passenden Wort/Ausdruck (aus der Liste).

·         Ergänzen Sie die Lücke(n) mit der richtigen Wortkombination.

·         Schreiben Sie die Sätze neu und beginnen Sie mit dem angegebenen Wort.

·         Verbinden Sie die Wörter mit den richtigen Definitionen/Synonymen/Antonymen.

·         Definieren Sie die folgenden Wörter.

·         Schreiben Sie die passenden Wörter für die folgenden Definitionen.

·         Wie heißt die richtige Form für die folgenden Wörter?

·         Was passt zusammen?

·         Kombinieren Sie.

·         Schreiben Sie die Sätze neu.

·         Verbinden Sie die Satzpaare mit den angegebenen Wörtern.

·         Bringen Sie die Sätze mit den passenden Funktionen zusammen.

·        

 

Der Test Wortschatz und Strukturen hat eine ungebundene Struktur, d.h. jeder der oben aufgezählten Aufgabentypen kann darin vorkommen. Um der Lehrprogrammdeckung willen müssen die Aufgaben außerdem klar, zuverlässig und variiert sein.

Der Schüler muss je nach Fachrichtung 4 bis 8 Aufgaben lösen, die insgesamt aus 16 bis 32 Fragen/Items bestehen. Diese letzteren müssen vermeiden, dass nur ein oder zwei der oben genannten Leistungsmerkmale getestet werden: Je mehr Merkmale geprüft werden, desto zuverlässiger ist die Bewertung.

Die Aufgaben basieren auf Wortgruppen, Wortassoziationen, Sätzen und Texten. Eine Aufgabe kann auch nach mehreren sprachlichen Erscheinungen fragen.

Die Aufgabenstellungen werden in Deutsch geschrieben, ihr Sprachniveau ist aber niedriger als das zur Lösung nötige Sprachniveau.

 

2.3. Schriftlicher Ausdruck:

 

Ziel dieses Prüfungsteiles ist die Schreibfertigkeit des Schülers zu ermessen: Hier gilt zu testen, wie gut er sich in der deutschen Sprache schriftlich ausdrücken bzw. wie er schriftliche Aufgaben zur Verwirklichung verschiedener Kommunikationsziele lösen kann. Die Aufgaben basieren auf den Erwartungen des Lehrprogramms und den Richtlinien (2007).

 

Die Prüfung misst, ob der Schüler fähig ist,

 

·         sich in den gegebenen Situationen schriftlich zu äußern bzw. die gegebenen Kommunikationsabsichten zu verwirklichen,

·         Texte verschiedener Art über die während der ganzen Sekundarstufe II behandelten Themen zu schreiben,

·         die Rechtschreibung, die Interpunktion, verschiedene Strukturen und den passenden Wortschatz zur Verwirklichung der Schreibabsicht angemessen anzuwenden,

·         seine Aussagen logisch und den Anforderungen der gegebenen Textsorte entsprechend zu ordnen,

·         die Mitteilungsabsicht zu erkennen und demnach die passende Textsorte bzw. das Verhältnis zum Adressaten und den geeigneten Stil zu finden,

·         einen den Formeigenschaften der gegebenen Textsorte entsprechenden Text abzufassen,

·         sich so auszudrücken, dass durch eventuelle grammatische und/oder lexikalische Ungenauigkeiten das Verstehen nicht gestört wird.

 

Der Schüler muss Texte abfassen,

 

·         die mit wahrer Kommunikationsabsicht entstehen,

·         die für den Leser klar und verständlich sind,

·         die geeignet sind, das Kommunikationsziel zu erreichen,

·         bei denen die Textsorte festgelegt ist,

·         die thematisch den Lebenserfahrungen und dem Interesse der Schüler entsprechen,

·         die zum Schreiben keine das Abitur überschreitenden Kenntnisse erfordern.

 

In der Prüfung werden folgende Textsorten empfohlen:

·         Nachricht, Merkzettel,

·         kurze, private Mitteilung,

·         Tagebucheintragung,

·         Ansichtskarte,

·         Einladung,

·         E-Mails,

·         privater oder offizieller Brief,

·         Aufsatz,

·         Beschreibung, Vergleich von Bildern, Bilderreihen.

 

 

 

2.3.1. Aufbau der Aufgaben oder der Aufgabenreihe:

 

Richtungsgebend bei der Auswahl der Themen ist das Curriculum (2007). In der Aufgabe ist die Schreibsituation klar anzugeben. Das Thema, die Textsorte und der Adressat müssen genannt werden. Ebenso richtungsweisende Gesichtspunkte/Leitpunkte bzw. schriftliche/visuelle Hilfsmittel. All dies sollte dem Schüler sprachliche Hilfe bieten, seine Schreibkompetenz bestens nachzuweisen, darf aber nicht dessen Antwort beeinflussen.

 

2.3.2. Aufgabentypen:

 

In der Prüfung können folgende Aufgabetypen vorkommen:

 

·         Textproduktion auf Grund einer gegebenen Situation und nach gegebenen Gesichtspunkten/Leitpunkten,

·         Schriftliche Reaktion bzw. Textproduktion auf Grund schriftlicher Hilfsmittel, z.B. Notizen, Nachrichten, Briefe, Artikel, Dialoge, Anzeigen, Werbeblätter usw.,

·         Textproduktion auf Grund visueller Hilfsmittel (z.B. Abbildungen, Fotos, Bilder(reihen), Graphiken, Tabellen usw.).

 

2.3.3. Aufgabenstellungen:

 

Die Aufgabenstellungen sowie die Gesichtspunkte/Leitpunkte und Hilfsmittel werden in Deutsch geschrieben, ihr Sprachniveau ist aber niedriger als das des Prüfungsteils Leseverstehen.

 

2.3.4. Umfang des abzufassenden Textes:

 

Fachrichtung

Umfang

Literarische Fachrichtung

120-140 Wörter

Geisteswissenschaftliche Fachrichtung

100-120 Wörter

Alle wissenschaftlichen und „originellen“ Fachrichtungen

80-100 Wörter

 

3. Bewertung

 

Sie erfolgt auf Grund der zentralen Korrektur- und Bewertungsanweisung. Wenn mehrere Antworten akzeptierbar sind, beinhaltet die Anweisung alle möglichen Antworten bzw. die Inhaltselemente, die für die richtige Antwort erforderlich sind. Die einzelnen Prüfungsteile (Leseverstehen, Wortschatz und Strukturen, Schriftlicher Ausdruck) werden unabhängig voneinander ausgewertet. Es ist auch wichtig, sicherzugehen, dass die Aufgaben/Fragen eine sichere und zuverlässige Bewertung und Benotung der Schülerleistungen erlauben.

 

3.1. Leseverstehen:

 

Die Aufgaben werden ausschließlich nach inhaltlichen Gesichtspunkten bewertet, d.h. grammatische und Orthographiefehler werden bei der Bewertung nicht berücksichtigt. Die Antworten werden in diesem Prüfungsteil mit 0, 0,5, 1, 1,5 oder 2 bewertet.

 

3.2. Wortschatz und Strukturen:

 

Die Aufgaben werden ausschließlich nach den zu prüfenden Gesichtspunkten bewertet, d.h. Orthographiefehler werden bei der Bewertung nicht berücksichtigt, es sei denn, dass das Wort/die Wörter explizit und ausdrücklich (deutlich und direkt, und nicht nur angedeutet) getestet wird/werden. Die Antworten werden in diesem Prüfungsteil mit 0, 0,5, 1, 1,5 oder 2 bewertet.

 

3.2.1. Gewichtung der Komponenten:

 

Wortschatz

Strukturen

Satzkonstruktion

40%

40%

20%

 

3.3. Schriftlicher Ausdruck:

 

Die Bewertung des Schriftlichen Ausdrucks wird nach den drei folgenden Kriterien durchgeführt:

·         Kriterium 1: Inhalt und Umfang (Erfüllung der Schreibabsicht und des inhaltlichen Zieles, angemessene Behandlung der Gesichtspunkte/Leitpunkte, angemessener Gedankenaufbau, Umfang des geschriebenen Textes).

·         Kriterium 2: Kommunikative Gestaltung (Adressatenbezug, Textsorte und Textaufbau, Ausdruck,  Satzverknüpfung, Satz- und Textkohäsion).

·         Kriterium 3: Formale Richtigkeit (Syntax, Organisation/Form, Rechtschreibung und Interpunktion).

 

Die drei Kriterien hängen eng voneinander ab: Erst wenn das Kriterium 1 zu 50% erfüllt ist, werden die beiden anderen Kriterien weiter bewertet. Wenn z.B. das Thema verfehlt ist, dann wird der gesamte Prüfungsteil Schriftlicher Ausdruck mit „0“ bewertet.

 

3.3.1. Gewichtung der Kriterien:

 

Kriterium 1

Kriterium 2

Kriterium 3

50%

30%

20%

 





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von sanae , 09.02.2011 um 21:08 (UTC):
wirklich ich freut mich sehr als Marokkanerin dies zu wissen,dass es im Fach Deutsch in Marokko die Bewertungskretierien der europäischen Referenzrahmen gibt. Ich habe aber nur eine kleine Bemerkung nämlich:warum wird die poduktive Fertigkeit Sprechen nicht getestet? denn ich glaube sie ist auch wichtiger oder?



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